Prinzregenten Ensemble München - „Französische Farben“ – Musik für Holzbläser

Am 04.07.26

Leland A. Cossart war ein englischstämmiger Komponist und Pianist, der den größten Teil seines Lebens in der Schweiz verbrachte. Nach Studien in Lausanne und Dresden wirkte er als Kapellmeister am Magdeburger Stadttheater und 

als Dozent am Dresdner Konservatorium. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ er sich in Montreux nieder, wo er das Musikleben als Lehrer, Pianist und Begleiter zahlreicher Künstler prägte. Neben Liedern und Klavierwerken komponierte er auch Kammer- und Orchesterwerke. Besonders hervorzuheben ist sei­ne Suite op. 19 für zehn Blasinstrumente und Harfe, mit der das Konzert eröffnet wird. Das Werk besticht durch seine ungewöhnliche Besetzung und eine far­benreiche, fein austarierte Klangsprache.

Der französische Komponist Jean Françaix arbeitete in seinen letzten Lebensjahrzehnten eng mit dem Bläser Ensemble Mainz zusammen. Mehrere seiner Werke für Soloinstrument und Bläserensemble entstanden für und mit diesem Ensemble. Vermutlich in dieser Zeit schrieb er auch das Konzert für Posaune und Holzbläser, ein typisches Beispiel seines Stils: elegant, transparent und von spielerischer Leichtigkeit, oft mit feinem Humor durchzogen. Françaix verband klassische Formen mit moderner Harmonik und einer farbenreichen Instrumentation. Die langsamen Sätze zeigen lyrische Innigkeit, während die schnellen, besonders das abschließende Allegrissimo, durch Virtuosität und Brillanz bestechen.

Die acht „Valses nobles et sentimentales” für Klavier komponierte Maurice Ravel 1911 als Hommage an Franz Schubert, der um 1823 zwei Sammlungen unter den Titeln Valses nobles (D 969) und Valses sentimentales (D 779) veröffent­lichte. Anders als Schubert unterscheidet Ravel nicht zwischen „edel“ und „gefühl­voll“, sondern verschmilzt beide Charaktere zu einem stilistisch geschlossenen Ganzen. Das Werk umfasst sieben Walzer mit eigenständigen Themen und einen Epilog, der die Motive der vorangegangenen Stücke kunstvoll zusammenführt. Das Konzert schließt mit einer Bearbeitung für Bläserensemble dieses Wer­kes von Mark Popkin, Fagottist und Arrangeur.

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am 04.07.26

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